Disco De Luxe
70s disco Material - authentisch produziert für disco/house/frenchhouse/funk&soul Produktionen.
Inspiriert bei den oft gesampelten Vinyl-Klassikern von: chic, bee gees, donna summer, abba...
Für Club Hits wie modjo, kylie minogue, jamiroquai...
2 CDs voll mit
* construction kits
* drumloop kits
* streicher
* bläser
* flöte
* gitarren
* bässe
* stimmen
* single drum sounds
Testberichte
PC & Musik 6/2002KEYS 12/2002PC & Musik 6/2002
Material:
Wohl kaum ein Begriff in der Musikgeschichte polarisiert so dermaßen wie "Disco". Vom selbsternannten Musikfreund und -kenner mitleidig belächelt und als grober
Unfug abgetan, dessen Hummta-Rhythmen in seinen Augen nahe an Körperverletzung reichen, gilt sie bei notorischen Wochenendzapplern als Quell immerwährender
Freude und als höchste Form abenländischen kompositorischen Schaffens. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich - wie so oft im Leben - irgendwo in der goldenen Mitte.
Nicht zu leugnen ist aber wohl, dass die Produktion einer wirklich guten Disco-Nummer mindestens genauso viel kreative Schaffenskraft braucht wie bei jedem anderen
Musikstil auch. Hat man diese Tatsache erst einmal verinnerlicht (und die Vision eines weiß-befrackten Travoltas in Eintänzer-Pose aus seinem Kopf verbannt), können
wir uns endlich ganz unvoreingenommen diesem epochalen Werk aus der Ueberschall-Schmiede widmen. Epochal erst einmal nur deshalb, weil es unleugbar ein
Verdienst ist, die erste echte Disco-Sampling-CD auf den Markt zu bringen. Und damit der Sample-Generation zu zeigen, dass jenseits des nebligen
Techno-Hip-Hop-Nu-RnB-Sumpfes verschollene Länder auf ihre erneute Entdeckung warten. Guter Discosound hat immer eine fette Prise Funk und Soul. Der Bassist
springt wild oktavierend über die Saiten, der Gitarrist schrammelt sich die Finger wund, der Bläserersatz (alle natürlich in weißen Anzügen und einem Haarschnitt, der
definitiv nicht zum fortgeschrittenen Alter der drei Herren passt) knallt rein, nur der Schlagzeuger trommelt stur seinen Vierer runter - man will ja schließlich die
Fischfeinkost-Verkäuferin auf der grellbeleuchteten Tanzfläche rhythmisch nicht verunsichern. Dem Keyboarder kommt außer einem Rhodes und einem Hohner D6 nichts
unter die Finger, während sich die Streicher unisono juchzend in den Abgrund stürzen. Und genau das alles bringt die Scheibe von Ueberschall. Wir starten mit acht
Baukästen zum Warmlaufen und Vorglühen des Original Disco-Feelings, um uns dann auf die einzelnen Instrumente zu stürzen. Die Baukästen tuckern im tanzbaren
Bereich zwischen 100 und 120 bpm und glänzen mit einer Länge von satten 32 Takten. Nach dem kompletten Mix gibt es das Drum-Arrangement, anschließnd die
Backings komplett, dann endlich die Einzelsounds, getrennt nach Instrumental und Drums. Wei bei jeder Bastelstube liegt der kreative Brennwert hier eher noch im
überschaubaren Bereich, auch wenn man hier schon ganz ordentlich schrauben kann. Die Kreativrakete zünden wir dann im zweiten Teil. Drums und Percussionloops
machen den Anfang, es folgen Gitarrenlicks der Marke "extrafunk", gefolgt von der Abteilung Brass aus dem Kombinat "Volle Lunge", die ganz schwer an die besten
Zeiten von Earth, Wind & Fire und Chicago (und zwar vor dem unsäglichen "Its hard to say I´m sorry" erinnern. Die Vorgruppe für die Strings, die herrlich synthetisch
(Solina String Ensemble?) Akkorde und Läufe zum Besten geben, macht ein Flötist im Stile von Ian Anderson (genau - der notorisch Einbeinige von Jethro Tull). Dann
endlich darf auch der Bassist beweisen, was er drauf hat, gefolgt von den obligatorischen Vocals. Turn on, I wanna get high tonite, hey DJ, do it again... Was man doch
mit wenigen Worten alles sagen kann.! Give your love. Yeah. Reichlich unterbesetzt ist die Tastenfraktion. Ein paar Einzeltöne alter Synthies und deren neuen von
Rhodes und D6 - das nehme ich Euch übel, Ueberschaller. Was soll´s, dann spielen wir den Kram eben selber ein. Dafür hätte man gerne die Unmenge an
Drum-Einzelsounds etwas kastrieren dürfen, die finden wir auch auf anderen Sampling-CDs in Hülle und Fülle. Wie dem auch sei - die Einzelsounds, Licks und
Fragmente sind alle brauchbar, weil mein Flehen und Nörgeln anscheinend wohl doch auf ein offenes Ohr gestoßen ist und endlich endlich endlich alles in einem
einheitlichen Tempo vorliegt. Das versöhnt und gibt mir den Glauben an das Rationale in der Musikproduktion zurück. Ach ja - CD1 liefert die Audio-, CD2 die
WAV-Sounds. Der Vollständigkeit halber.
Booklet: Auch hier wurde mein Flehen erhört: Tonart, Samplelänge, bpm, und das alles auch noch lesbar. Na gut, bei manchen Namen ging dann die
Katalogisierungswut doch ein wenig weit, Namen wie "flt120discoflute2-CD#FG´muss man mehrmals lesen, machen aber Ende mehr Sinn als irgendwelche blumigen
Fantasiebezeichnungen.
Fazit: Ein Standardwerk. DAS Standardwerk. Ok, das mag daran liegen, dass ich als Mitglied der etwas reiferen Generation (freundliche Umschreibung für "alter Sack)
mit der Discobewegung mehr anfangen kann als der musikalische Nachwuchs, auch wenn ich selber nie aktives bekennendes Mitglied der Bee-Gee-Sekte war. Aber
selbst wenn man noch nie etwas mit Disco zu tun hatte - diese Scheibe verordnet Dr. Beat bei jedweder Form von kreativer Verstopfung. Ja, Sie vermuten richtig - ich bin
begeistert. Und das kommt wahrhaftig nicht all zu oft vor.
Testbericht:
Disco de Luxe
PC &
Musik 06/2002Material:
Wohl kaum ein Begriff in der Musikgeschichte polarisiert so dermaßen wie "Disco". Vom selbsternannten Musikfreund und -kenner mitleidig belächelt und als grober
Unfug abgetan, dessen Hummta-Rhythmen in seinen Augen nahe an Körperverletzung reichen, gilt sie bei notorischen Wochenendzapplern als Quell immerwährender
Freude und als höchste Form abenländischen kompositorischen Schaffens. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich - wie so oft im Leben - irgendwo in der goldenen Mitte.
Nicht zu leugnen ist aber wohl, dass die Produktion einer wirklich guten Disco-Nummer mindestens genauso viel kreative Schaffenskraft braucht wie bei jedem anderen
Musikstil auch. Hat man diese Tatsache erst einmal verinnerlicht (und die Vision eines weiß-befrackten Travoltas in Eintänzer-Pose aus seinem Kopf verbannt), können
wir uns endlich ganz unvoreingenommen diesem epochalen Werk aus der Ueberschall-Schmiede widmen. Epochal erst einmal nur deshalb, weil es unleugbar ein
Verdienst ist, die erste echte Disco-Sampling-CD auf den Markt zu bringen. Und damit der Sample-Generation zu zeigen, dass jenseits des nebligen
Techno-Hip-Hop-Nu-RnB-Sumpfes verschollene Länder auf ihre erneute Entdeckung warten. Guter Discosound hat immer eine fette Prise Funk und Soul. Der Bassist
springt wild oktavierend über die Saiten, der Gitarrist schrammelt sich die Finger wund, der Bläserersatz (alle natürlich in weißen Anzügen und einem Haarschnitt, der
definitiv nicht zum fortgeschrittenen Alter der drei Herren passt) knallt rein, nur der Schlagzeuger trommelt stur seinen Vierer runter - man will ja schließlich die
Fischfeinkost-Verkäuferin auf der grellbeleuchteten Tanzfläche rhythmisch nicht verunsichern. Dem Keyboarder kommt außer einem Rhodes und einem Hohner D6 nichts
unter die Finger, während sich die Streicher unisono juchzend in den Abgrund stürzen. Und genau das alles bringt die Scheibe von Ueberschall. Wir starten mit acht
Baukästen zum Warmlaufen und Vorglühen des Original Disco-Feelings, um uns dann auf die einzelnen Instrumente zu stürzen. Die Baukästen tuckern im tanzbaren
Bereich zwischen 100 und 120 bpm und glänzen mit einer Länge von satten 32 Takten. Nach dem kompletten Mix gibt es das Drum-Arrangement, anschließnd die
Backings komplett, dann endlich die Einzelsounds, getrennt nach Instrumental und Drums. Wei bei jeder Bastelstube liegt der kreative Brennwert hier eher noch im
überschaubaren Bereich, auch wenn man hier schon ganz ordentlich schrauben kann. Die Kreativrakete zünden wir dann im zweiten Teil. Drums und Percussionloops
machen den Anfang, es folgen Gitarrenlicks der Marke "extrafunk", gefolgt von der Abteilung Brass aus dem Kombinat "Volle Lunge", die ganz schwer an die besten
Zeiten von Earth, Wind & Fire und Chicago (und zwar vor dem unsäglichen "Its hard to say I´m sorry" erinnern. Die Vorgruppe für die Strings, die herrlich synthetisch
(Solina String Ensemble?) Akkorde und Läufe zum Besten geben, macht ein Flötist im Stile von Ian Anderson (genau - der notorisch Einbeinige von Jethro Tull). Dann
endlich darf auch der Bassist beweisen, was er drauf hat, gefolgt von den obligatorischen Vocals. Turn on, I wanna get high tonite, hey DJ, do it again... Was man doch
mit wenigen Worten alles sagen kann.! Give your love. Yeah. Reichlich unterbesetzt ist die Tastenfraktion. Ein paar Einzeltöne alter Synthies und deren neuen von
Rhodes und D6 - das nehme ich Euch übel, Ueberschaller. Was soll´s, dann spielen wir den Kram eben selber ein. Dafür hätte man gerne die Unmenge an
Drum-Einzelsounds etwas kastrieren dürfen, die finden wir auch auf anderen Sampling-CDs in Hülle und Fülle. Wie dem auch sei - die Einzelsounds, Licks und
Fragmente sind alle brauchbar, weil mein Flehen und Nörgeln anscheinend wohl doch auf ein offenes Ohr gestoßen ist und endlich endlich endlich alles in einem
einheitlichen Tempo vorliegt. Das versöhnt und gibt mir den Glauben an das Rationale in der Musikproduktion zurück. Ach ja - CD1 liefert die Audio-, CD2 die
WAV-Sounds. Der Vollständigkeit halber.
Booklet: Auch hier wurde mein Flehen erhört: Tonart, Samplelänge, bpm, und das alles auch noch lesbar. Na gut, bei manchen Namen ging dann die
Katalogisierungswut doch ein wenig weit, Namen wie "flt120discoflute2-CD#FG´muss man mehrmals lesen, machen aber Ende mehr Sinn als irgendwelche blumigen
Fantasiebezeichnungen.
Fazit: Ein Standardwerk. DAS Standardwerk. Ok, das mag daran liegen, dass ich als Mitglied der etwas reiferen Generation (freundliche Umschreibung für "alter Sack)
mit der Discobewegung mehr anfangen kann als der musikalische Nachwuchs, auch wenn ich selber nie aktives bekennendes Mitglied der Bee-Gee-Sekte war. Aber
selbst wenn man noch nie etwas mit Disco zu tun hatte - diese Scheibe verordnet Dr. Beat bei jedweder Form von kreativer Verstopfung. Ja, Sie vermuten richtig - ich bin
begeistert. Und das kommt wahrhaftig nicht all zu oft vor.
KEYS 12/2002
Auf den zwei CDs von Überschall tummelt sich authentisches 70s-Disco-Material für House, 2Step und Funk.
Das Klangmaterial wurde von Discohits aus den 70er Jahren adaptiert und liegt im Audio- und WAV-Format vor. Neben fertigen Construction-Kits finden sich noch
Drumloop-Kits, Strings, Brass, Flute, Guitars, Basses, Vox und Single-Sounds auf den CDs. Besonders die acht Construction-Kits können überzeugen und geben einen
gelungenen Querschnitt des Materials wieder. Verspielte Flöten-Soli, funky Guitars und röhrende Talkbox-Samples werten jeden House-Burner auf und können auch in
Disco- und Funk´n´Soul-Produktionen überzeugen.
Das Booklet lässt keine Wünsche offen. Hier findet man sich schnell in den einzelnen Kategorien samt Noten- und BPM-Angaben zurecht. Wertvolle Tipps und Tricks
gibt´s ebenfalls noch dazu.
Wer auf Klänge aus der Blütezeit des Disco-Sounds steht, liegt mit "Disco de Luxe" genau richtig. Besonders House-Produzenten sei dieses Werk wärmstens ans Herz
gelegt: Kein mühsames Samplen und Entrauschen von Vinylmaterial mehr und trotzdem authentische Sounds im Stil von Chic, Bee Gees, Donna Summer und Abba.
Testbericht:
Disco de Luxe
Keys
12/2002Auf den zwei CDs von Überschall tummelt sich authentisches 70s-Disco-Material für House, 2Step und Funk.
Das Klangmaterial wurde von Discohits aus den 70er Jahren adaptiert und liegt im Audio- und WAV-Format vor. Neben fertigen Construction-Kits finden sich noch
Drumloop-Kits, Strings, Brass, Flute, Guitars, Basses, Vox und Single-Sounds auf den CDs. Besonders die acht Construction-Kits können überzeugen und geben einen
gelungenen Querschnitt des Materials wieder. Verspielte Flöten-Soli, funky Guitars und röhrende Talkbox-Samples werten jeden House-Burner auf und können auch in
Disco- und Funk´n´Soul-Produktionen überzeugen.
Das Booklet lässt keine Wünsche offen. Hier findet man sich schnell in den einzelnen Kategorien samt Noten- und BPM-Angaben zurecht. Wertvolle Tipps und Tricks
gibt´s ebenfalls noch dazu.
Wer auf Klänge aus der Blütezeit des Disco-Sounds steht, liegt mit "Disco de Luxe" genau richtig. Besonders House-Produzenten sei dieses Werk wärmstens ans Herz
gelegt: Kein mühsames Samplen und Entrauschen von Vinylmaterial mehr und trotzdem authentische Sounds im Stil von Chic, Bee Gees, Donna Summer und Abba.